Systemisch lösungsorientierte Therapie

Eine systemische Vorgehensweise setzt ein immer vorhandenes systemisches Bewusstsein und eine entsprechende Betrachtungsweise des Therapeuten voraus. D.h. der Kontext (Heim, Schule, Freunde, Interessen, andere therapeutische Unterstützung), die familiäre Geschichte bzw Hintergrund ( ggf. auch aus früheren Einrichtungen), die Entwicklungsphase des Kindes, fließen alle mit in die Gesamtbetrachtungsweise und Überlegungen bzw. Interventionen ein.
Gleichzeitig schafft jede Begegnung eine neue Realität sowohl für das Kind als auch für den Therapeuten und verändert auch die Gestalt der Beziehung zueinander. Somit wird zwischen dem Kind/Jugendlichen und dem Therapeuten auch fortwährend ihre eigene Geschichte geschrieben, die quasi ihre eigene Realität entwickelt, die im idealen Fall die Gesamtgestalt des Kindererlebens positiv ergänzt und gewichtet. Die Stärkung des Selbstbewusstseins sowie das Plastifizieren und Hervorrufen vorhandener Ressourcen und Potentiale des Kindes soll nicht einfach als positive Begleiterscheinung der Therapie gesehen werden, sondern als zentral in der Befähigung des Kindes, eigenständig seinen gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen adäquat zu begegnen.

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