Besuch der Familienklasse bei der Kultusministerkonferenz in Wiesbaden

Unerwartet bekam die Familienklasse im Frühjahr vom hessischen Kultusminister Prof. Dr. Lorz die Einladung, bei der Kultusministerkonferenz am 07.06.2019 in Wiesbaden ihre Arbeit vorzustellen. Große Ehre - aber auch große Aufregung! Die Familien waren aufgeschlossen und gaben ihre Zusage zur Teilnahme. Die Eltern beantragten Urlaub, ein Bus wurde organisiert und der Ablauf der Präsentation geplant. Und dann war es so weit!

5 Elternteile und 3 Kinder sowie Christian Scharfe, Susanne Hecker, Susanne Högler, Christian Hahlgans (ASK Wetzlar), Baldur Drolsbach, Beate Schweitzer (Beratungs- und Förderzentrum), Horst Hack (Grundschule Niederbiel) und Heinz Schreiber (Schuldezernent des LDK) machten sich auf den Weg in das Rhein-Main-Kongress-Zentrum Wiesbaden, Tagungsort der Kultusministerkonferenz.

Im großen Sitzungssaal hatten alle Teilnehmer einen Sitzplatz mit Tischmikrofon und Namensschild. Für uns eine ungewohnte, spannende Atmosphäre! Der hessische Kultusminister Prof. Dr. Lorz, begrüßte die Delegation sehr herzlich. Nach einleitenden Worten von Horst Hack ergriff Susanne Hecker das Wort und stellte das Konzept Familienklasse vor.

Im Anschluss präsentierten Beate Schweitzer und Christian Hahlgans gemeinsam mit den Kindern und Eltern den Ablauf der Arbeit der Familienklasse sehr lebendig und anschaulich. So wurde zu Beginn das "Erzähl uns etwas ..."-Spiel gespielt - dies sorgte für erste Reaktionen aus dem Kreise der Kultusminister, da die Kinder und Eltern authentisch und sehr berührend antworteten.

Danach las ein Kind seine Ziele aus der Laufmappe vor und bekam für seine Bewertung von der Runde Applaus, was bei ihm und seiner Mutter für strahlende Gesichter sorgte. Zwei Eltern erklärten die Funktion der Elternziele und machten die Bedeutsamkeit für ihren familiären und auch beruflichen Alltag deutlich.

Ein Vater schilderte seine Erfahrung, dass er nur durch Beobachtungen während der Unterrichtsphase erkennen konnte, was schulischer Alltag bedeutet, welche Anforderungen an die Kinder gestellt werden, welche Probleme daraus resultieren und welche Leistungen Lehrer erbringen müssen um allen Kindern gerecht zu werden.

Um der Kultusministerkonferenz zu verdeutlichen, was Multifamilientraining beinhaltet, wurde mit verschiedenen Übungen aus dem Bereich MFT mit den Familien gearbeitet (exemplarisch Überreichung eines Pokals oder auch das Komplimenteglas). Die Familien zeigten sich hierbei offen, engagiert und authentisch. Emotionalität wurde für alle spürbar, insbesondere bei der Bindung von Eltern und Kindern!

Im Anschluss moderierte Susanne Högler die Expertenrunde. Heinz Schreiber, Baldur Drolsbach, Christian Scharfe und Horst Hack machten klar, dass die Familienklasse nur durch eine gelingende Kooperation der
unterschiedlichen Netzwerkpartner in der Region funktioniert. Grundlage bietet der gelebte Haltungswechsel im pädagogische Konzept auf Basis der Multifamilientherapie.

Kultusminister Prof. Dr. Lorz bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten! Nach einem abschließenden Imbiss traten alle zufrieden die Heimreise an. Die Eindrücke dieses besonderen Tages werden die Familienklasse noch lange begleiten.

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Bilder: HKM/Sabrina Feige

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